Trachtenseminar in Netschetin

(Gasthaus „am Rathaus“ 31.10.2015)

Richard Šulko

Dank der Unterstützung seitens BMI konnten wir für unsere Egerländer Volkstanzgruppe „Die Målas“ wieder einige Trachten oder Trachtenteile fertigen. Vor allem meine Nichte Kateřina Halamová brauchte eine neue Tracht, nachdem sie das erste Kind bekam und nicht mehr in ihre alte „Mädchentracht“ hineinpasste. Auch unsere Schwiegertochter Tereza Šulková will ab 2016 wieder mitmachen. Weil eine Tracht mehr genäht werden muss als vorgesehen, wählten wir die „billigste“ unter den Egerländer Volkstrachten: die Egerer Frauentracht. Die weiteren Trachtenteile sind nur Ergänzungen der bestehenden Ausstattung, wie z. B. das „Hemmad“ oder „Hängeband“ für die Chotischauer Frauentracht meiner Tochter Terezie Jindřichová, oder ´s Golla für meinen älteren Sohn Richard. Weiterhin müssen einige Trachtenteile ausgebessert werden und nicht nur für unsere neue Mittänzerin Adéla Jurinová  (8 Jahre) aus Plachtin. Für den Samstag, den 31.10.2015, lud ich also nach Netschetin die ein, die etwas in Sachen Trachten benötigen, und meine Frau Irene konnte wieder ein wenig an den „Batzerlstrümpfen“ stricken: Mein Sohn Richard, die Nichte Kateřina, unsere Tochter Resl und vor allem den Schneider Jan Prýmek aus Anischau, der Maß nehmen kam. Es wurde einiges an dem Samstag getan, aber jetzt muss der Schneider ran und „unna Moidla“ müssen noch sehr viel zu Hause nähen und sticken.

Die Trachten sind neben der Mundart und den Volkstänzen das sichtbarste Zeichen der Egerländer. Wir sind dankbar, dass wir finanzielle Unterstützung dafür bekommen. Denn wir, die die Trachten tragen sind keine reichen „Bauersleut“, sondern ganz normale „Arbeiter“ - und für uns ist eine Trachtenanschaffung doch zu teuer.  

 

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