Vom Amateur zum Profi Journalisten

Vertreter der deutschen Minderheit aus ganz Tschechien beteiligten sich am Bildungsseminar über den Gebrauch von Medien. Die Maßnahme organisierte das Haus der Deutsch–tschechischen Verständigung in Rýnovice (Reinowitz) in den Tagen 24. Und 25. Juni 2016. Das Ziel war besser in die tschechischen Medien zu kommen.

Pressesprecherin der UNI lernt…..

„Wir wollen, dass die tschechische Öffentlichkeit besser über die Arbeit der deutschen Minderheit informiert wird“, erwähnte bei ihrer Begrüßung Petra Laurin, die Leiterin des Hauses. Am ersten Seminartag Vormittag lernten die Amateur-Journalisten Grundsätze, wie man am besten Medien anspricht. Dazu konnte Petra Laurin Frau Jaroslava Kočárková, Pressesprecherin der Technischen Universität Liberec (Reichenberg) gewinnen. „Sie müssen ein gutes Verhältnis zu ihrem Journalisten aufbauen und ehrlich mit ihm umgehen“ waren wohl die wichtigsten Worte an diesem Vormittag.

Rundfunk und wir….

Der Nachmittag gehörte dem Besuch im Regionalstudio Sever (Nord) des Tschechischen Rundfunks in Liberec (Reichenberg). Dort erfuhren die Teilnehmer vom Redakteur David Hammer, wie man mit Nachrichten umgeht und wie die Sendungen vorbereitet werden. Alle haben dann zugeschaut, wie der Redakteurin Iveta Kalátová On Air Nachrichten liest. Drei Teilnehmer haben dann ihre eigene Nachricht an die Menschheit direkt im Studio aufgenommen. Der jüngste Teilnehmer Jiří Lusar aus Kravaře (Deutsch Krawarn) nahm die originalste Aufnahme auf. Sie endete mit dem Gruß an die Zuhörer in seiner Mundart „diese harte Arbeit möchte ich in keinem Fall machen“.

Wer nicht im Internet ist, der lebt nicht….

Die letzte Station an dem Samstag war für die Teilnehmer die Internet-Agentur UVM in Liberec (Reichenberg). „Wer nicht im Internet ist, lebt nicht“, waren die ersten Worte von Frau Michaela Koucká. Sie sprach in ihrem Vortrag über Gestaltung einer Webpräsentation und über Online Marketing. Am Beispiel der Homepage vom Bund der Deutschen in Böhmen zeigte sie Verbesserungsvorschläge und Themen für eine bessere Wirkung. 

Gablonz und seine Sprecherin…

Der letzte Teil des Tages beinhaltete eine moderierte Diskussion mit der Sprecherin des Magistrats von Jablonec nad Nisou (Gablonz an der Neisse), Frau Jana Fričová. Bis in die späten Stunden saßen die Teilnehmer am Haus der Deutsch-tschechischen Verständigung. Die Leitung des Abends übernahm Frau Jaroslava Kočárková. Alle Teilnehmer sind ihre Erfahrungen mit dem Umgang mit Medien losgeworden und haben gute Ratschläge für die Zukunft bekommen.

Praktische Übungen am Sonntag…

Der Sonntag gehörte praktischen Übungen. Unter der Leitung von Frau Jana Fričová hat jeder Teilnehmer seine Pressemitteilung über das Seminar geschrieben. In gemeinsamer Arbeit wurden dann Muster von einem Avizo, einer Pressemitteilung und einer Kurzmeldung erarbeitet. Am Beispiel des Mitteilungsblattes Heimatruf wurden Verbesserungsvorschläge gezeigt.

Schlusswort…

Dank des Projekts vom Haus der Deutsch-tschechischen Verständigung mit seiner Leiterin Petra Laurin und mit Zuwendung vom Bundesministerium des Innern lernten die Vertreter der deutschen Minderheit, wie man besser vor allem die tschechischen Medien anspricht. Das ist ein wichtiges Instrument für die Arbeit in den Verbänden der Deutschen in Tschechien und für die Völkerverständigung. Mit diesem Thema sollte man sich noch mehr beschäftigen.

Richard Šulko

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