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Mit dem Projekt „Rundfunksendungen für die deutsche Minderheit im Tschechischen Rundfunk“ konnten das ganze Jahr hindurch zwölf Verbände der deutschen Minderheit vorgestellt werden. Für den Autor war es schon etwas ganz Besonderes, in Prag, im Tschechischen Rundfunk in der Vinohradská Straße geschult zu werden. „Nachbarn“ heißt nicht nur die Sendung des tsch. Rundfunks, sondern auch eine Sendereihe des tch. Fernsehens, bei dem ich im Januar für die Aufnahmen in Mährisch Ostrau zu Besuch war. Zu den regelmäßigen Aktivitäten jeden Monat gehören auch die Proben der Egerländer Volkstanzgruppe „Die Målas“ und das jeden Montag geöffnete Vereinsbüro. Neu war für mich die Teilnahme an der „Mundarttagung“ in Bad Kissingen in März, mit Vorlesungen und Gesang. Im Monat April erlebte ich ein Interview mit Barbora Benešová aus Karlsbad wegen ihrer Diplomarbeit über die Arbeit des Netschetiner Vereines nach 1989. Interessant war auch die Begegnung der Historiker im „Lehnhof“ bei Untersandau. Bei der Jahresversammlung des  „Heimatvereines Luditz, Buchau, Deutsch-Manetin e.V.“, wurde ich zum 2. Stellvertretenden Vorsitzenden dieses Vereines gewählt.

Minderheitenausschuss in Komotau unterstützte die Autorenlesung

Dank der Unterstützung vom BMI konnten nicht nur meine Lesungen in Prag, Mährisch Trübau und Reinowitz bei Gablonz veranstaltet werden. Auf Einladung des Minderheitenausschusses in Komotau konnte ich auch dort lesen. Begleitet hat mich auf der Zither immer mein Sohn Vojtěch. Drei Deutsch-tschechische Verständigungswallfahrten nach Maria Stock standen auch auf dem Programm, immer mit der Vereinsfahne. Die pilgerte auch nach Maria Kulm, wo der bekannteste Egerländer Pilgerort ist. Dank der guten Zusammenarbeit mit der Stadt Tepl konnte ich den Verein bei der Begegnung der Partnerstädte Butzbach und Tepl vertreten. Muttertag und Deutsch-tschechische Maiandachten konnten im Mai auch erlebt werden, sowie die Jugendbegegnung in Tepl, wo einige große Bäume gefällt worden sind, die die Friedhofsmauer langsam zerstörten. Der Sudetendeutsche Tag war mit dem Infostand und dem Einmarsch der Trachtenträger ein großer Erfolg. Auch eine Lesung konnte ich am Pfingstsonntag halten.

Plachtin im ARD, Egerländer im Tschechischen Fernsehen

Zum großen internationalem Folklorefestival nach Strassnitz fuhren wir mit vierzehn! Trachtenträgern, um die dt.  Minderheit in Tschechien zu vertreten. Ein großer Erfolg, auch wenn das ganze Wochenende sehr anspruchsvoll war. Der Verein „Terra Incognita“ organisierte im Verwaltungsgebäude des Karlsbader Bezirkes eine Ausstellung über die verschwundene Bergstadt Lauterbach. Die „Målaboum“ haben musikalisch begleitet. Auch direkt in Lauterbach konnten wir zwei Monate später auch wieder auftreten. Im August brachte das ARD die Dokumentation „Heimat mit Hindernissen“, in der auch die Arbeit des Vereines aus Netschetin gezeigt wurde. Aufnahmen zuhause und vor allem im Netschetiner Museum brachten den Beweis einer völkerverständigenden Arbeit für den Erhalt des Deutschtums im Jahre 2017. Das Tschechische Fernsehen brachte wiederum in seinen Nachrichten den Bericht über die Einweihung der Kapelle in Stern bei Luditz. Neben mir konnte man auch die Vorsitzende des „Heimatvereines Luditz, Buchau, Deutsch-Manetin e.V.“, Frau Helena Wiesner sehen.

24. Wandernde Egerländer Musikanten

Zu der größten kulturellen Maßnahme lud der Verein nach Franzensbad und Marienbad ein. Mit „Gunnar Dieth und sein Blasorchester Egerland“, den „Målaboum“ und der Egerländer Volkstanzgruppe „Die Målas“ eine hervorragende Präsentation des Egerländer Kulturerbes! Nicht nur diese Veranstaltung unterstützten neben dem BMI auch das Tschechische Kulturministerium, der Dt.-tsch. Zukunftsfonds und die Gemeinde Netschetin, die im Jahre 2017 zum ersten Mal auch finanziell den Verein unterstützte. 25 Jahre „Landesversammlung“ wurde in Reichenberg gefeiert. Der Verein wurde durch die „Målaboum“ vertreten; auch der Ministrant beim Sonntagsgottesdienst kam aus Plachtin. Mit der Adventsfeier endete die Vereinsarbeit, die aber noch viel reicher war, als diese Zeilen zeigen.

Heimatliebe und Verantwortung gegenüber unserer Vorfahren brachten in der ehrenamtlichen Arbeit auch im Jahre 2017 ihre Früchte!

 

 

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