Drei Auftritte auf der Burg Seeberg

(25. Juli 2015)

Richard Šulko

Auf Einladung von Herrn Štěpán Karel Odstrčil vom Franzensbader Museums konnten die „verbliebenen“ Egerländer wieder ihre Arbeit einer breiten Öffentlichkeit präsentieren. Die Burg Seeberg organisiert schon Jahre einen „historischen Markt“. Heuer zum ersten Mal wurden auch wir, die Egerländer Volkstanzgruppe „Die Målas“ und die „Målaboum“ eingeladen. „Wir wollen endlich im Egerland eine Egerländer Gruppe sehen“ erklärte Herr Odstrčil. So machten wir uns mit vier Tanzpaaren auf den Weg und erreichten kurz nach halb zehn die Burg Seeberg. Schnell noch die Tonprobe und Tanzprobe und es konnte losgehen. Als Erstes kam die Dudelsackkapelle „Schumak“ auf Podium und dann waren schon wir dran. Die sehr gut besuchte Veranstaltung besuchten auch viele deutsche Besucher und deswegen wurde durchs Programm auch zweisprachig geführt. In unserem halbstündigen Auftritt haben wir drei Volkstänze gezeigt: „U wenn i(ch za mein Moidla gäih“, „Böhmerwald-Landler “ und „Schäi(n lustigh u kerngout“. Mit acht vor allem Egerländer Volksliedern konnten wir unser Können in Zitherspiel und Gesang in unserer lieben Mundart präsentieren. Nach dem Mittagessen (sehr gut) hatten wir unseren zweiten Auftritt und um halb fünf konnte man uns erneut auf dem Podium sehen. Mit uns waren auch die „Profis“ am Werk: die uns sehr gut bekannte Folkloregruppe „Marjánek“ aus Marienbad, Chodengruppe „Mrákov“ und Pilsner Dudelsackgruppe „Mls“. Für die Kinder (oder besser gesagt für die „Erwachsenen“) konnten wir ein Märchen über das goldene Fischlein bewundern. Das wir im „rauen“ Egerland sind, spürten wir kurz vor elf Uhr: ein Sturm mit Regen überfiel alle Anwesenden und in fünf Minuten waren wir alle nass. Zwar kam gleich danach wieder die Sonne, aber windig ist es geblieben. Alles flog herum, sogar unsere Noten sind uns fast davon geflogen. Es war für uns sehr anstrengend, aber den Zuschauern machte es Freude. Und unser Kulturgut konnten wir auch mal zeigen. Da lohnt es sich schon, sich ein bisschen anzustrengen.  

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