Neuer Zempara

Advent in Netschetin 2019

Weil bei der Adventsfeier des Bundes der Deutschen in Böhmen in Netschetin eine Rekordzahl an kleinen Kindern anwesend war, die aber stark an ihren Vätern hingen, ist zum ersten Mal ein Problem aufgetaucht: wer nimmt sich der Rolle des Teufels (Zempara) an? Tomas aus Elbogen fand eine wunderschöne, wenn auch eine teure Lösung…

Am siebten Dezember lud der Vorstand zur alljährlichen Begegnung im Advent ein. Im schön geschmückten hinteren Raum des Gasthauses „Am Rathaus“ versammelten sich 34 Menschen, die dicht einander gepresst den kleinen Raum füllten. Mit dem Weihnachtslied „Alle Jahre wieder…“ eröffnete der Vorsitzende, Måla Richard Šulko die Begegnung: „Schäi w(ü)llkumma ba unnara Adventsfeia(r“! Nach mehreren deutschen und Egerländer Weihnachts-und Adventsliedern, die gemeinsam gesungen worden waren und welche auf seiner Zither Vojtěch Šulko begleitete, kam der lang erwartete Augenblick: da Niklas soll kommen. Nur es tauchte ein großes Problem auf: keiner wollte den Zempara machen. Es drohte ein Skandal, aber Tomas aus Elbogen fand eine Lösung: er rang aus dem Versammlungsraum in das Gasthaus und lächelnd präsentierte er seinen Rettungsplan: „Mit Bestechung fand ich einen Teufel!“ Das hätte wohl beim heiligen Mann und seinem Engel nicht funktioniert, aber beim Teufel ist es in Ordnung. Dann ging es, wie gewohnt weiter: als die Drei in die Stube hineinkamen, greinten auch die tapfersten Kinder. Mit der Bescherung waren die Tränen getrocknet und man konnte zum dritten Teil des Programmes kommen: böhmische  Advents-und Weihnachtslieder, begleitet von Elfriede Šulková auf einem Keyboard. Nach zwei Stunden sind alle dann mit den Wünschen zu Weihnachten und Neujahr wieder auseinandergegangen und besuchten die Adventsfeier der Gemeinde auf dem Marktplatz. 

Måla Richard Šulko

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