25. Wandernde Egerländer Musikanten

Franzensbad, 17. November 2018

Dank finanzieller Unterstützung seitens des tschechischen Kulturministeriums, des Deutsch-tschechischen Zukunftsfonds, der Gemeinde Netschetin und der Firma RS Consult konnte der Bund der Deutschen in Böhmen zu einem  Jubiläumskonzert einladen: Die „Wandernden Egerländer Musikanten“ machten sich schon zum 25. Mal auf die Reise. Wie schon die letzten Jahre, wählte der Vorsitzende wieder Franzensbad für dieses Konzert.

Im Parkcafé wurde es an diesem kalten November-Abend gemütlich: nicht nur dass es in der Stube schön warm war, sondern auch deswegen, weil weniger Besucher vor allem aus den Reihen der Kurgäste den Weg dorthin fanden. Deswegen erlebten die Egerländer Musikanten das, was ihre Vorgänger vor hundert Jahren erlebten, als sie mit ihren Instrumenten auf dem Land von einem Haus zum anderen zogen und für die Bauernfamilien oder kleine Gruppen von Stammgästen spielten. An diesem Abend war es wirklich familiär. Das erwähnte auch der Måla Richard: „haint semma unta(r uns und deratswegn måchma´s haint gånz schäi(n g´mütli(ch.“

Dudelsack, Zither, Ziehharmonika, Gitarre

Den Anfang machte auf seiner Ziehharmonika Herbert Schreiber aus Bamberg. Mit „Muziky, muziky“ vom František Kmoch erfreute er vor allem die tschechischen Gäste. Im zweiten Block, nach der Begrüßung durch den Måla Richard Šulko, kamen die Målaboum: Måla Richard Šulko mit seinem Sohn Vojtěch, der ihn auf der Zither begleitete. Egerländer und Erzgebirgische Volkslieder erfreuten die Zuschauer. Durchs ganze Programm führte der Måla Richard Šulko zweisprachig und deswegen verstand jeder, worum es in den Liedern während des ganzen Abends ging. Auch die Egerländer Volkstanzgruppe „Die Målas“ zeigten ihr Können: gemeinsam mit den Enkelkindern wurde der Egerländer Kindertanz „Kikeriki“ vorgeführt, sowie der „Böhmerwald-Ländler“, dieser nur von den Erwachsenen. Nach den Tänzen kam wieder Herbert Schreiber und nach ihm das Ehepaar Kurt und Heidrun Schnabel. Einen wunderbaren, zweistimmigen Gesang mit einer Gitarrenbegleitung belohnten die Zuschauer mit einem großen Applaus. Beim „Troudi mit Höitboumliedl“ hörte man sogar drei Stimmen: Ingrid Deistler antwortete auf die Rufe in den Bergen unsere Heimat. Die Egerländer Familienmusik Deistler, Träger des „Sudetendeutschen Kulturpreises 2017“ machten den Abschluss des Programmes: mit Dudelsack und Gitarre brachte die Familie Egerländer Volkslieder nach Franzensbad. Mit dem Lied  „Kein schöner Land“ endete die Vorstellung.

M.R.

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