24. Jugendbegegnung in Tepl 2017
(25.- 28. 5. 2017)

Die beliebteste Maßnahme der Kinder im „Bund der Deutschen in Böhmen, e.V.“ ist schon seit vierundzwanzig Jahren die „Jugendbegegnung in Tepl.“ Auch im Jahre 2017 fingen die Nachkommen der vertriebenen Egerländer und die verbliebenen Egerländer aus Netschetin an, den alten Klosterfriedhof in Tepl bei Marienbad zu mähen und Grabsteine aufzurichten. Viel Spaß und Üben der deutschen Sprache gehören auch dazu.

Dank der Finanzierung vom BMI trafen sich schon kurz nach dem Mittagessen an „Christi Himmelfahrt“ die ersten Teilnehmer der heurigen Jugendbegegnung am alten Klosterfriedhof in Tepl und die ersten Grashalme fielen dem großen Opfereinsatz zum Opfer. Als die Teilnehmer zurückblickten, während sie in die Dusche und zum Abendessen fuhren, war etwa ein Viertel gemäht. Bei guter Küche wurden die Pläne für die nächsten drei Tage geschmiedet. Weil in diesem Jahr eine Rekordbesucherzahl zu erwarten war, entschied das „Führungskomitee“ sich mehr den umgestürzten Grabsteinen zu widmen.


Zusammenarbeit mit der Stadt bekräftigt


Für diese Aktion wurde, wie jedes Jahr, eine spezielle Maßnahme vorbereitet: heuer wurden vier riesige Bäume gefällt, die die Friedhofsmauer langsam zerstörten und bei der Gruft für viele kleine Bäume am Dach verantwortlich waren. Weil diese Bäume sehr groß und zwei- bis dreihundert Jahre alt waren, übernahm die Aufgabe eine spezielle Firma.  Schade, dass das Wegräumen der Ast-Rückstände nicht rechtzeitig vor dem Rasenmähen geschah, laut Bürgermeister der Stadt Tepl Karel Hermann aber „Folgt das binnen einigen Tagen, oder Wochen.“ Die Stadt Tepl hat nicht nur die Stämme entsorgt, sondern wieder mit Werkzeug und mit dem Abtransport des Grases geholfen, den Friedhof gemeinsam mit Deutschen aus Deutschland und Westböhmen wieder in einen würdigen Zustand zu bringen.

Grabsteine stehen wieder

Nachdem sehr schnell das Gras gemäht, gerecht und abtransportiert worden war, fing am Samstag die starke Jugend an, alte, liegende Grabsteine aufzustellen. Hand in Hand packten die Hände von zwei Nationalitäten die hundert Kilogramm schweren Grabsteine, die manchmal nach Jahrzehnten wieder so standen, wie ursprünglich. Gott sei Dank ist kein „Arbeitsunfall“ passiert und deswegen konnten sich die Teilnehmer am Sonntag beim Gottesdienst in der Stiftskirche für die gelungene Aktion bedanken. Danach fuhren noch einige zum Friedhof hinauf um sich zu verabschieden und zu versprechen: „Nächstes Jahr auf Wiedersehen!“

MR

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